Mittwoch, 20. Mai 2009

Übung mit "Hindernissen"

Gestern trat bei unserer kurzen wöchentlichen Übung eine schon länger von mir erwartete Situation ein. Trouble stoppte mitten im schönen korrekten Lauf und zeigte an, dass ihn etwas im Fell/auf der Haut piekte. Nun war eine situationsangemessene, richtige Reaktion gefragt. Aber wie sie die aus? Anhalten, die Übung unterbrechen, um den Zweig, die Tannennadel oder was auch immer das Unbehagen des Hundes auslöst(e), zu entfernen? Oder weitergehen und den Hund freundlich, aber bestimmt, zum Weiterarbeiten auffordern? Über die zweite Variante gilt es vor dem Hintergrund nachzudenken, dass während einer Prüfung der auf sofortige "Körperpflege" konditionierte Hund sich prompt niederlegen wird. Wir finden die Frage spannend und würden uns freuen, wenn die Trainer und Hundesport erfahrenen Leser unseres Blogs uns hierzu ihre Auffassung und Tipps mitteilen.

Ein kurzes gemeinsames Aufwärmen und Spielen,

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bevor wir in eine Fußsequenz "eintauchen".
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Fein gemacht und Trouble wird bestätigt.

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Grundstellung (mit noch abgelenktem Trouble)


Hier arbeitete er wieder schön mit und...
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da war sie, die oben beschriebene Situation. Es piekte und Trouble wollte sich hinlegen.
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Mit einem schnellen Tempowechsel und rascher Auflösung sind wir aus der verfahrenen Situation raus.
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Kommentare:

  1. Also wir sind natürlich keine Hundesportexperten, finden die Frage aber auch sehr interessant. Und meinen, dass das einfach Pech ist, wenn es passiert. Dass aber doch versucht werden soll, es zu vermeiden, denn wir denken, dass es letztlich ein kurzes Konzentrationsdefizit ist. Konzentriert sich der Pelzige voll auf die Übung, merkt er doch den Piekser wahrscheinlich gar nicht. Was er natürlich schon lernen kann und normalerweise auch recht schnell tut, ist zu unterscheiden zwischen ernsterer Situation (Prüfung etwa) und entspannterer Situation (bei irgendeiner Übung). So wird ja etwa auch während der Übungen zwischendurch immer wieder gespielt, bei der Prüfung ist das aber tabu und da muss er durchhalten die paar Minuten. Also konditioniert auf Selbstpflege hin oder her, in der "ernsten" Situation ist das absolut tabu. Glaube ich zumindest ...?
    liebe Grüße Johannes

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  2. Ich seh eben, dass es vielleicht ein wenig missverständlich ist, was ich schrieb: Er soll natürlich auch bei den Übungen lernen konzentriert durchzuarbeiten, das ist ganz wichtig. Also ihn nicht sich pflegen lassen. Ich meine nur, dass er, weil er eben unterscheiden kann, dann noch weniger Gefahr läuft, dass es etwa bei einer Prüfung passiert ...

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  3. Interessante Frage. Wenn Noelle was piekst, ist es sowieso vorbei. Die packt sich sofort hin oder verkriecht sich zwischen die Beine, damit Mami das BÖSE weg macht. Ich bangte ja schon um meine BH, weil da lauter Tannennadeln lagen. Bin extra etwas weiter links gelaufen - und es hat geklappt. Puh.
    Aber vielleicht hat ja noch einer eine hilfreiche Antwort. Bin gespannt.

    LG, DANY

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  4. @Johannes
    Da gehen wir mit unseren Auffassungen augenscheinlich konform. Früher sagte man salopp dazu: "Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps" ;-).

    @Daniela
    Für mich ist interessant, wie unterschiedlich die Hunde mit Zweigen & Co im Haar umgehen. Schnatti war in dieser Beziehung als Welpe/Junghund völlig unbekümmert, Grannen mal außen vor gelassen. Erst im Verlaufe der Zeit wurde sie empfindlicher, leider auch durch mein Zutun (stetes und sofortiges Entfernen). Trouble hingegen handelte immer sofort selbständig. Wenn es zwickt(e) oder zwackt(e), entfernt(e) er den Störenfried an Ort und Stelle.

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